Kulturanthropologie studieren

 

Die Kulturanthropologie erforscht kulturelle Prozesse in Europa. Im Mittelpunkt stehen dabei die alltäglichen Selbstverständlichkeiten und Lebensweisen der Menschen. Kultur ist ein Schlüsselbegriff der Kulturanthropologie und meint den Modus, wie Menschen ihr Leben gestalten und ihm Sinn verleihen sowie die Regeln, nach denen sie miteinander verkehren, sich untereinander verständigen und voneinander abgrenzen.

Wie leben Menschen mit den unterschiedlichsten kulturellen Vorstellungen in komplexen Gesellschaften zusammen? Wie entstehen Identitäten und Zugehörigkeiten, Stereotype und Feindbilder, wie Geschlechter-, Generationen- und Schichtverhältnisse? Die Kulturanthropologie untersucht die vielfältigen Erfahrungswelten und Lebensstile, beispielsweise Medienkonsum, Szeneaktivitäten, Ernährungsgewohnheiten, Kleidungsstile, Freizeitbeschäftigungen und Identitätspolitiken. Sie analysiert die Zusammenhänge zwischen dem Lokalen und dem Globalen, der Gegenwart und der Geschichte, dem Vertrauten und dem Fremden, dem Überlieferten und dem Neuen. Dabei zeichnet sie sich durch einen mikroanalytischen Blick auf konkrete Räume, Ereignisse, Situationen und Menschen aus. Sie arbeitet sowohl mit ethnographisch-qualitativen Methoden der Feldforschung (teilnehmende Beobachtung, Interviews) als auch mit historischen, bild-, und objektanalytischen Untersuchungswerkzeugen. Immer wird dabei Kultur als dynamischer Aushandlungsprozess verstanden, nicht als ein statisches Gebilde eherner Werte.

Studium in Basel

Die Kulturanthropologie findet man an deutschsprachigen Universitäten unter verschiedenen Namen: als Volkskunde, Europäische Ethnologie oder Empirische Kulturwissenschaft. An der Universität Basel lautet die fakultäre Studienfachbezeichnung „Kulturanthropologie“, während die Institution „Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie“ heisst.

 

Die Forschungsschwerpunkte des Basler Seminars umfassen die Felder:

 

Ein wichtiger Bestandteil des Basler Studiums sind Exkursionen: Zum einen können diese die Form einer Teilnahme an Tagungen und Workshops haben, zum anderen werden regelmässig kürzere oder längere thematisch fokussierte Reisen ins Ausland angeboten.