lic. phil. Seraina Müller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Projektmitarbeiterin
seraina.mueller-at-unibas.ch

 

Seraina Müller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel. Seit August 2013 promoviert sie bei Walter Leimgruber im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Projektes „Auswanderung aus der Schweiz“. Ihr Dissertationsprojekt interessiert sich für transnationale Formen von Mobilität und deren Auswirkungen auf biographische Sinnkonstruktionen. Nebst den herkömmlichen sozialen Netzwerken („offline“) sollen auch die Kontakte in der digitalen Welt und die Wechselwirkungen dieser beiden Sphären unter die Lupe genommen werden. Der regionale Fokus liegt auf Nordeuropa.

Seraina Müller studierte von 2001 – 2007 Europäische Ethnologie / Kulturwissenschaften, Ethnologie und Medienwissenschaften an der Universität Basel (CH) und der Universitet Lund (SE). In dieser Zeit war Seraina Müller aktiv in verschiedenen studentischen Arbeitsgruppen und Mitglied der MAS Medical Anthropology Switzerland. Ihre Lizentiatsarbeit schrieb sie zu den Lebenswelten deutschsprachiger JournalistInnnen in Afrika. Die Feldforschung dafür fand in Nairobi statt. Nach dem Studium arbeitete Seraina Müller in der internationalen Kunstvermittlung und als Deutschlehrerin. Die Arbeit in verschiedenen Projekten brachte sie u.a. nach Alaska, Bolivien, Indien, Kosovo und in den Senegal.

Seraina Müller ist Member des Swiss Graduate Program in Anthropology und Mitglied beim internationalen Promotionsprogramm Transformationsprozesse in europäischen Gesellschaften der Universitäten Basel, München, Graz, Kopenhagen, Londonderry, Murcia und Tel Aviv. Seit 2013 arbeitet sie als Mitherausgeberin des Onlinemagazins Transformations: A new voice on culture, politics, and change.

Seraina Müller wohnt in Oslo (NO) und Basel (CH).

 

Dissertationsprojekt:


2011 lebten insgesamt 12'185 SchweizerInnen in den vier skandinavischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden, wovon 61% die Doppelbürgerschaft besitzen. In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Gruppe der im Ausland lebenden SchweizerInnen in dieser Region um 42% erhöht. Dabei erweist sich Schweden als beliebteste Destination, gefolgt von Dänemark, Norwegen und Finnland.Im Gegensatz zu früher zieht es heute tendenziell junge, wirtschaftlich aktive und gut ausgebildete SchweizerInnen ins Ausland. Es fehlt jedoch genaueres Wissen über diese Personengruppe. Wer steht hinter den statistischen Zahlen? Aus welchen Gründen wird die Schweiz verlassen und wie gestalten sich die Migrationsprozesse bezüglich Dauer, Lebensführung und allfälliger Rückkehr im Detail?
Das gesamte Forschungsprojekt ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert. Es bearbeitet aus kulturanthropologischer Perspektive die zeitgenössische Schweizer Emigration. Anhand von ethnographischer Forschung in verschiedenen Weltregionen werden (neue) Formen und Prozesse der Migration wie auch die daraus entstehenden Lebensweisen und Netzwerke exemplarisch untersucht.

Weitere Infomrationen über das Projekt finden Sie hier.

 

 

Forschungsschwerpunkte

 

- Lifestyle Migration

- Transnationale Lebensformen

- Digital Anthropology

- Soziale Netzwerkanalyse

 

 

Aktuelle Publikationen

Camenisch, AldinaMüller, Seraina: Evolving Citizenship-Belonging Nexuses across Time and Space, 11.19.2016.
Camenisch, AldinaMüller, Seraina: From (E)Migration to a Mobile Lifestyle: Reflections on Different Forms of Mobility, 07.22.2016.
Camenisch, AldinaMüller, Seraina: My Foreign Self and the Others - In, Out, Or In-Between? 07.15.2016.

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