PD Dr. Ina Dietzsch

Stellvertretung Prof. W. Leimgruber / Privatdozentin / Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Projektmitarbeiterin
ina.dietzsch-at-unibas.ch

Ina Dietzsch ist Privatdozentin am Seminar für Kulturwissenschaft. Im April 2015 wurde sie an der Universität Basel mit einer Arbeit unter dem Titel „The everyday life of publics” habilitiert. Anhand verschiedener Fallstudien zur damaligen Entwicklung von Printmedien in Deutschland geht die Arbeit der Frage nach, wie die abstrakte Idee der Öffentlichkeit in alltäglichen Praxen und in sozialen Beziehungen Gestalt gewinnt. Dabei wird konzeptionell eine explizit kulturanthropologische Perspektive auf Öffentlichkeiten entwickelt.

Seit Herbstsemester 2012 lehrt Ina Dietzsch am Institut und seit 1.1.2013 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im SNF-Projekt „Medienwelten und Alltagsurbanität“ tätig.

Im Herbstsemester 2013 hat sie den Lehrstuhl von Prof. Walter Leimgruber vertreten und in den Jahren 2015 und 2016 für drei Semester Professur für Mikrosoziologie an der TU Dresden.

Ihre derzeitigen Arbeitsfelder sind Wissensanthropologie, Stadt-Medien-Migration, Digitalisierung und Klimawandel.

 

Aktuelle Projekte:

 

SNF-Projekt „Medienwelten und Alltagsurbanität“

Mit der zunehmenden kulturellen Diversität von Quartiersbevölkerungen und der Globalisierung medialer Angebote verändern sich Stadtquartiere und deren Kommunikationsstrukturen. Ausgehend von einem Basler Quartier untersucht das Projekt, welchen Einfluss eine immer weiter beschleunigte technische Entwicklung und die damit erzeugte Medienpluralität auf das Städtische hat. Medienwelten und alltägliches städtisches Leben unter Bedingungen von Superdiversität werden in ihrem Zusammenwirken analysiert.
Für weitere Informationen siehe hier.

 

Abgeschlossene Projekte:

 

2013-2015

Interdisziplinäres Lehrprojekt "Raumpraxen in der trinationalen Agglomeration Basel"

Grenzüberschreitender Alltag im Fokus von künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung. Ein interdisziplinäres Lehrprojekt, gefördert von der Pro Helvetia im Rahmen von TRIPTIC.
Für weitere Informationen siehe hier.

 

2011-2012:

Interdisziplinäres Lehrprojekt „Die kulturelle Macht mathematischer Darstellungen“ an der Universität Frankfurt, gefördert von QSL.
Für weitere Informationen siehe hier [PDF (16.5 MB)].

 

2006-2009:

ESRC-Projekt „Sociality and Rhetoric Culture in the Interpretation of Situations“ am Department of Anthropology der Durham University, eingebunden in die Forschungsgruppe Public Culture in Theory and Practice (jetzt Social Anthropology).
Für weitere Informationen siehe hier und hier.
Kurzbeschreibung des Projekts [PDF (82 KB)]
Workshop Timetable [PDF (51 KB)]

2007–2010:

BMBF-Projekt „Informalität, Vertrauen und Misstrauen in Umbruchsgesellschaften“ im interdisziplinären und internationalen Forschungsverbund „’Social Capital’ im Umbruch europäischer Gesellschaften – Communities, Familien, Generationen“.

 

2003-2006:

DFG-Projekt „Volkskunde als öffentliche Wissenschaft“ am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Eingebunden im Schwerpunktprogramm 1143 „Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Deutschland im internationalen Zusammenhang im späten 19. und 20. Jahrhundert“. Aus diesem Projekt ist später der Forschungsverbund „Volkskundliches Wissen und gesellschaftlicher Wissenstransfer“ hervorgegangen.


2002-2003:

Lehrprojekt „Die andere Seite der Eventkultur. Die Trabrennbahnen in Berlin“ an der Humboldt-Universität zu Berlin.
In einer mehrmonatigen Feldforschung haben Studierende den Alltag auf beiden Trabrennbahnen beobachtet und fotografiert sowie historisches Quellenmaterial zusammengetragen, diskutiert und analysiert.

Das Buch kann hier bestellt werden.
Für einen Blick ins Buch siehe hier.

 

2002-2003:

Labor Ostdeutschland, erstes Initiativprojekt der Bundeskulturstiftung.
Für weitere Informationen siehe hier.


Dissertation an der Humboldt-Universität zu Berlin:

Die Dissertation erschien 2004 unter dem Titel „Grenzen überschreiben Deutsch-deutsche Briefwechsel 1948-1989“ im Böhlau Verlag. Sie setzt sich mit Fragen der kulturellen Ost-West-Differenz während der Zeit der deutschen Teilung in deutsch-deutschen persönlichen Briefen auseinander, diskutiert die Aussagefähigkeit langjähriger Briefwechsel als wissenschaftliche Quelle und befasst sich in einer zeithistorischen Forschung mit dem Verhältnis von kulturellen, sozialen, politischen und territorialen Grenzen.
Das Buch kann hier bestellt werden.

 

 

Mitgliedschaften und Ehrungen

  • Mitglied der European Association of Social Anthropologists
  • Gutachterin und Vertrauensdozentin der Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • 1995-1999: Sektionsrätin der Sektion Frauenforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
  • Mitglied der dgv
  • Mitglied der lamprecht.gesellschaft im European Network in Universal and Global History (ENIUGH)
  • 2014-2016 Sprecherin der Kommission «Digitalisierung im Alltag» der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde

Aktuelle Publikationen

Dietzsch, InaKunzelmann, Daniel: Kartieren und rechnenden Räumen. Die Digitalisierung einer Kulturtechnik, in: Koch, Gertraud (Hg.): Digitalisierung. Theorien und Konzepte für die empirische Kulturforschung, Konstanz 2017, S. 283-307. edoc
Caviezel, Flavia; Dietzsch, Ina; Lustenberger, Brigitte: Arbeiten an den Grenzen: Reflexionen über ein interdisziplinäres Lehr- und Lernprojekt zwischen Kunst und Kulturanthropologie im trinationalen Raum, in: Picard, Jacques; Chakkalakal, Silvy; Andris, Silke (Hg.): Grenzen aus kultur­wissenschaftlichen Perspektiven, Berlin 2016, S. 134-156. edoc
Besmer, ChristinaDietzsch, Ina: Superdiversität als Herausforderung für partizipative Stadtentwicklung, in: Lange, Jan; Müller, Jonas (Hg.): Wie plant die Planung? Kultur- und planungswissenschaftliche Perspektiven auf die Praxis räumlicher Planungen, 72, Berlin 2016 (= Berliner Blätter), S. 163-173. edoc

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