Materialität, Performativität und Musealität

 

Mit dem Fokus auf den Objektivationen menschlicher Existenz steht dieser Schwerpunkt zum einen in der Tradition klassisch volkskundlichen Arbeitens, zum anderen öffnet die Orientierung an den (Material) Cultural Studies die Perspektive: Der Blick richtet sich auf ästhetische Praktiken, auf die sinn-stiftende Bedeutung und die Inszenierung der Dinge innerhalb performativer Prozesse. Es geht um materielle Kultur als hochkomplexes Bedeutungssystem. Sie in ihrer Multidimensionalität und -funktionalität systematisch zu erschliessen und zu erforschen, ist Ziel verschiedener kulturhistorisch ausgerichteter Projekte. Diese wenden sich beispielsweise Kleidung und Mode zu und gehen dabei erstens den kulturellen Bedeutungen von Materialien, Silhouetten, Formen, Strukturen und Texturen nach. Zweitens interessiert der „Auftritt der Dinge“, das heisst die verschiedenen Kulturen des Zeigens als Bild und Film, Warenhaus und Museum, Schaufenster und Laufsteg. Drittens werden museale Sammlungen als epistemische Orte untersucht, in denen zeitgebundene Wissensformen und -praktiken geronnen und materialisiert sind. In den nächsten Jahren ermöglicht der Studienschwerpunkt “Kulturanthropologie der Kleidung”, einen vielschichtigen “Sonderfall” materieller Kultur zu analysieren.
Dem multiperspektivischen Blick auf materielle Kultur entsprechen institutionelle Kooperationen mit Museen und Hochschulen, an denen Design theoretisch und praktisch vermittelt wird.

 

Ansprechpartnerin:

 

Dissertationen:


Kooperationspartner_innen:

 

Pressespiegel Hanro-Sammlung: