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Herzlich Willkommen im Webshop des Seminars für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie.

 

 

Seminar für Kulturwissenschaft: «Z'Basel an mym Rhy» - Beziehungen einer Stadt zu ihrem Fluss

Der neue Standort des Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel – die Alte Universität am Rheinsprung – ruft nach einer kulturanthropologischen Perspektive auf jenen Fluss, der hier gemächlich durch die Stadt Basel fliesst, diese in zwei Stadtteile trennt und gleichzeitig mit der Schweiz und der Welt verbindet.

Der Rhein in Basel ist dabei nur ein sehr kurzer Abschnitt der insgesamt fast 1’233 Kilometer, welcher der Fluss von seiner Quelle im Gotthardgebiet bis zu seiner Mündung in die Nordsee misst. Im Rahmen des Seminars Z’Basel an mym Rhy  haben wir – inspiriert durch diese inoffizielle Stadthymne – nach den vielfältigen Beziehungen zwischen dieser Stadt und ihrem Fluss gefragt. Wir wollten erfahren, was den ‹Basler Rhein› ausmacht – und von anderen Rheinabschnitten unterscheidet – und wie der Fluss als ein zentrales Element urbaner Entwicklungen, Praktiken, Debatten, Erzählungen und Vorstellungen beschrieben werden kann. Diese Publikation fasst unsere Erkundungen am, über den und auf dem Basler Rhein zusammen.

Die Publikation kann hier als PDF [PDF (19.1 MB)] oder als barrierefreies Worddokument [DOCX (5.3 MB)] oder PDF [PDF (2.6 MB)] heruntergeladen werden.

Eberhard Wolff: Medizin und Ärzte im deutschen Judentum der Reformära. Die Architektur einer modernen jüdischen Identität.

Medizin und Ärzte im deutschen Judentum der Reformära. Die Architektur einer modernen jüdischen Identität.

1. Auflage 2014, 292 Seiten

Vandenhoeck & Ruprecht, Jüdische Religion, Geschichte und Kultur (JRGK) - Band 015,  ISBN 978-3-647-56943-7.

 

Ärzte und Medizin waren Brennpunkte des grundlegenden kulturellen Wandels, den die Juden in Deutschland in der Zeit der Haskala (der jüdischen Aufklärung) und der sich anschließenden Reformära bis ca. 1850 durchmachten. Eberhard Wolff arbeitet anhand von Detailstudien heraus, dass ein modernes, variables Verständnis vom Jüdischsein und eine differenziert konstruierte jüdische Identität in dieser Zeit gerade unter jüdischen Ärzten entwickelt und gerade anhand medizinisch relevanter Themen diskutiert wurden. An lokalen Beispielen wie Berlin, Hamburg, Göttingen und Dresden werden Themen wie der Reformeifer und das säkularisierte Berufsverständnis jüdischer Ärzte untersucht sowie Reformdebatten um die »frühe Beerdigung«, die jüdische Beschneidung oder die Krankenbesuchsgesellschaften einer Analyse unterzogen. 

Das entwickelte moderne jüdische Selbstverständnis hatte eine komplexe »Architektur«, die weit über simple »Assimilation« oder ein einfaches Modell hybrider Verschmelzung mit bürgerlichen Werten hinausging. So unterschieden jüdische Ärzte mit einem professionellen Habitus gezielt zwischen ihrer ärztlichen und ihrer jüdischer Identität. In Reformdebatten etablierten sie sich als weltliche Experten des Jüdischen und entwickelten ein kulturelleres Verständnis des Jüdischseins mit neuen Leitwerten und Legitimationen, das kompatibel war mit den Anforderungen der Moderne, ohne mit den jüdischen Traditionen generell zu brechen. Ihr jüdisches Selbstverständnis mit sektoriellen und situativen Differenzierungen sowie bewussten Asymmetrien war der Versuch einer Stabilisierung jüdischer Identität im historischen Wandel. Es war eine eigenständige kulturelle Leistung aufgrund eines originären Modernisierungswillens und nicht nur, um Anerkennung in der christlichen Mehrheitsgesellschaft zu finden.

Jacques Picard, Daniel Gerson (Hg.): Schweizer Judentum im Wandel. Religion und Gemeinschaft zwischen Integration, Selbstbehauptung und Abgrenzung.

Schweizer Judentum im Wandel. Religion und Gemeinschaft zwischen Integration, Selbstbehauptung und Abgrenzung.

Jacques Picard, Daniel Gerson (Hg.): Schweizer Judentum im Wandel. Religion und Gemeinschaft zwischen Integration, Selbstbehauptung und Abgrenzung. Zürich 2014. 344 Seiten, gebunden | ISBN 978-3-0340-1201-0, CHF 48.00 / EUR 39.50

In den sich ausdifferenzierenden Lebenswelten der Jüdinnen und Juden in der Schweiz sind in den letzten Jahrzehnten vermehrt neue Konflikte zutage getreten: Einerseits sind die Stellung der jüdischen Frauen in Gemeinden und Gottesdiensten sowie der Umgang mit Ehen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Partnern und deren Kindern vermehrt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Andererseits bilden charedische, das heisst streng orthodoxe Gemeinschaften ausserhalb der Einheitsgemeinden eine jüdische Milieugesellschaft, die als eine eigene Lebenswelt wahrgenommen wird. Hinzu kommt, dass heute in Israel beinahe so viele jüdische Schweizer und Schweizerinnen leben, wie es Juden und Jüdinnen in Gemeinden in der Schweiz gibt. Das Bild der jüdischen Schweizer und Schweizerinnen ist also höchst vielfältig. In diesen unterschiedlichen Lebenswelten stellen sich Fragen nach dem Regelwerk von Selbstorganisation, nach dem religiösen Wertekanon und den systemischen Wirkungen in- und ausserhalb der jüdischen Gemeinden. Im Zentrum der in diesem Band versammelten Beiträge stehen die so genannten Einheitsgemeinden, unter deren Dach die unterschiedlichen religiösen Richtungen unter Führung eines zumeist orthodoxen Rabbinats stehen. In diesen Gemeinden fühlt sich ein grosser Teil der Juden und Jüdinnen in der Schweiz beheimatet. Die Auseinandersetzungen zwischen orthodoxen, konservativen und liberalen Flügeln des Judentums haben diesen Willen zur Einheit immer wieder vor die Frage von Inklusion und Exklusion gestellt.

 

René Bloch, Jacques Picard (Hg.): Wie über Wolken. Jüdische Lebens- und Denkwelten in Stadt und Region Bern, 1200–2000.

Wie über Wolken. Jüdische Lebens- und Denkwelten in Stadt und Region Bern, 1200 - 2000.

René Bloch, Jacques Picard (Hg.): Wie über Wolken. Jüdische Lebens- und Denkwelten in Stadt und Region Bern, 1200–2000. Zürich 2014 (Beiträge zur Geschichte und Kultur der Juden in der Schweiz. Schriftenreihe des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds, Band 16). 527 Seiten, 69 Abbildungen, gebunden | ISBN: 978-3-0340-1219-5, CHF 58.00 / EUR 47.50
 

 

Der bildhafte Titel dieses Buches ist einem Brief der Lyrikerin Else Lasker-Schüler aus den 1930er Jahren entnommen und schildert ihre hohe Stimmung beim Flanieren durch die ruhige Stadt Bern. «Solche Spaziergänge, schwebend, lassen das Leben ertragen», schreibt sie weiter. Dass das Leben zu ertragen sei, ja mitunter «stratosphärisch» leicht sich anfühle, verweist jedoch auch auf die Lasten und die Bedrängnis jener Jahre, die Anfechtungen, denen Juden und Jüdinnen vielerorts in Europa ausgesetzt waren. Der Titel verdeutlicht, dass hier Texte versammelt sind, die ein breites Spektrum an jüdischen Erfahrungen, Denkvorgängen und Erinnerungsfiguren aus verschiedenen Epochen dokumentieren: vom mittelalterlichen Privileg über die stigmatisierende Ausschliessung bis zur gewaltsamen Vertreibung, von der bürgerlichen Emanzipation im 19. Jahrhundert über die Ohnmacht während der Zeit der Schoah bis zur öffentlich-rechtlichen Anerkennung der jüdischen Religionsgemeinschaft. Durch die Verbindungen jüdischer Intellektueller mit Bern ergeben sich Einblicke in Sternstunden des europäischen Geisteslebens. Die jüdische künstlerische und politische Moderne war geprägt von Aufbruchstimmung und Exilerfahrung. Für viele wurde Bern zum Ort, wo ihr Traum vom Studium in Erfüllung ging. Und immer wieder spiegelt das Bild von der Wolkenstadt den Wechsel des Klimas: zwischen Judenhut und Alpenparadies, Schwermut und Traumhaftigkeit, Eigensinn und Höhenflug, Bangen und Bürgerlichkeit, liberalem Empfinden und Streben nach sozialer Beteiligung.

 

 

Karoline Oehme-Jüngling, Nevzat Çiftçi (Hrsg.): Musik im interkulturellen Dialog. Festschrift für Max Peter Baumann.

Musik im interkulturellen Dialog. Festschrift für Max Peter Baumann

Karoline Oehme, Nevzat Çiftçi (Hrsg.): Musik im interkulturellen Dialog. Festschrift für Max Peter Baumann. Uffenheim: Forschungsstelle für fränkische Volksmusik
der Bezirke Mittel-, Ober- und Unterfranken 2009. 20 CHF

Exemplare können direkt über Karoline Oehme-Jüngling bezogen werden.

 

 

 

Christine Bischoff, Karoline Oehme-Jüngling, Walter Leimgruber (Hrg.): Methoden der Kulturanthropologie.

Methoden der Kulturanthropologie

Christine Bischoff, Karoline Oehme-Jüngling, Walter Leimgruber (Hrsg.): Methoden der Kulturanthropologie. Bern 2014. 576 Seiten, 34 Abb., kartoniert, 15 x 21.5 cm, 843 g | ISBN: 978-3-8252-3948-0, CHF 40.10 (UVP) / EUR 29.99 (D) / EUR 30.90 (A)

 

«Methoden der Kulturanthropologie» präsentiert die wichtigsten Methoden, Forschungsansätze und -stile der Kulturanthropologie:

  • Wie entwickle ich ein Forschungsprojekt und eine Forschungsfrage?
  • Mit welchen Methoden kann ich mein Thema bearbeiten, Daten erheben, analysieren, interpretieren und präsentieren?
  • Wie verhalte ich mich im Feld, und wie forsche ich im Team?

Die Autorinnen und Autoren zeigen exemplarisch und praxisnah, wie in der Kulturanthropologie geforscht wird.

 

 

 

Konrad J. Kuhn, Béatrice Ziegler: Der vergessene Krieg. Spuren und Traditionen zur Schweiz im ersten Weltkrieg

Der vergessene Krieg. Spuren und Traditionen zur Schweiz im ersten Weltkrieg.

Konrad J. Kuhn, Béatrice Ziegler: Der vergessene Krieg. Spuren und Traditionen zur Schweiz im Ersten Weltkrieg. Baden 2014. 336 Seiten, 27 farbige und 53 schwarzweisse Abbildungen, Format 16 x 24 cm, gebunden | ISBN 978-3-03919-316-5, Fr. 54.00, Euro 49.00

 

2014 jährt sich der Erste Weltkrieg zum hundertsten Mal. Die Rückschau auf die «Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts» hat in Europa Tradition, in Gedenkanlässen, Fernsehdokumentationen und populären historischen Publikationen. Nicht so in der Schweiz. Die vielfältigen Spuren der Erinnerung und die Traditionen des kollektiven Gedenkens sind seit der Geistigen Landesverteidigung ab den 1930er-Jahren verwischt – verdeckt von der dominanten Erzählung über den Zweiten Weltkrieg. Der Band macht Spuren und Traditionen wieder sichtbar. Politische Reden, soldatische Selbstzeugnisse, Lieder, Postkarten, Fotos, Zeugnisse von Soldaten und Kinderzeichnungen erzählen vom Kriegsalltag. Denkmäler, Spielfilme, Kinderbücher, Befestigungslandschaften, öffentliche Erinnerungsschriften, Schulbücher und Ausstellungen geben Aufschluss darüber, wie die Erinnerung an den Grossen Krieg seit den 1920er-Jahren politisch genutzt worden ist.

Das Buch kann hier bestellt werden.

Sara Elmer, Konrad J. Kuhn, Daniel Speich Chassé (Hg.): Handlungsfeld Entwicklung. Schweizer Erwartungen und Erfahrungen in der Geschichte der Entwicklungsarbeit / Le champ d’action «développement».

Handlungsfeld Entwicklung. Schweizer Erwartungen und Erfahrungen in der Geschichte der Entwicklungsarbeit / Le champ d’action «développement». Attentes et expériences suisses dans le travail de développement.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs engagieren sich viele Schweizerinnen und Schweizer in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Die Bekämpfung weltweiter Armut und sozialer Diskriminierung hat sich dabei fest als ein staatspolitisches und zivilgesellschaftliches Handlungsfeld etabliert, dessen Geschichte in diesem Buch im Zentrum steht. Der Band richtet sich an historisch Interessierte und an Praktiker/innen der Entwicklungsarbeit. Er zeigt die historische Komplexität der Entwicklungsarbeit auf und fokussiert dabei stets die vielfältigen und teilweise widersprüchlichen praktischen Wirkungen der mächtigen Idee «Entwicklung».

Depuis la fin de la Seconde Guerre mondiale, de nombreuses Suissesses et de nombreux Suisses se sont engagés dans la coopération internationale au développement. La lutte contre la pauvreté mondiale et les discriminations sociales s’est solidement établie en tant que champ d’action des institutions politiques et de la société civile. C’est ce champ d’action qui se trouve au centre de ce livre. Ce volume s’adresse à des personnes intéressées par l’histoire et à celles qui pratiquent le travail de développement. Il montre la complexité historique de la coopération au développement: au centre de l’attention se trouvent ainsi constamment les effets pratiques – qui sont pluriels et partiellement contradictoires – de l’idée influente du «développement». 

 

 

Nora Mathys, Walter Leimgruber, Andrea Voellmin (Hrsg.): Über den Wert der Fotografie. Wissenschaftliche Kriterien für die Bewahrung von Fotosammlungen

Über den Wert der Fotografie. Wissenschaftliche Kriterien für die Bewahrung von Fotosammlungen

Mit der digitalen Wende hat die analoge Fotografie ausgedient. Gleichzeitig wachsen die Fotosammlungen in den aufbewahrenden Institutionen teilweise exponentiell an. Sollen diese Bilder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, bedeutet dies grossen zeitlichen und finanziellen Aufwand. Ist es sinnvoll, jedes Bild aufzubewahren? Der Tagungsband versucht das Tabu der Bewertung von Fotografien aufzubrechen indem verschiedene Fachleute aus dem In- und Ausland aus ihrer Praxis im Umgang mit Bildersammlungen berichten. Die Beiträge ermöglichen so eine öffentliche und kontroverse Diskussion zu den Möglichkeiten und Grenzen der Bewertung von Bildarchiven.
Herausgeber: Nora Mathys ist Projektleiterin Ringier Bildarchiv am Staatsarchiv Aargau. Walter Leimgruber leitet das Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel. Andrea Voellmin ist Staatsarchivarin des Kantons Aargau.

Werner Bellwald: Sägen, Schmieden, Suonenwärterhäuser: Gebäude und Gesellschaft im Wandel

Sägen, Schmieden, Suonenwärterhäuser: Gebäude und Gesellschaft im Wandel.
Cover: Bellwald: Sägen, Schmieden, Suonenwärterhäuser: Gebäude und Gesellschaft im Wandel.

Werner Bellwald: Sägen, Schmieden, Suonenwärterhäuser: Gebäude und Gesellschaft im Wandel. Forges, foulons et fours à pain: des bâtiments et une société en transformation. Visp 2011. CHF 67.00 | ISBN 978-3-905756-99-9

Der letzte von vier Bänden über die „Bauernhäuser des Kantons Wallis“ gibt einen Überblick zu zwei zentralen Themen. Ein erstes Kapitel widmet sich dem ländlichen Gewerbe. Der relativ späte Übergang zu einer Industrie und Dienstleistungsgesellschaft hatte auch zur Folge, dass ländliche Gewerbe im Wallis länger und zahlreicher aktiv waren als in anderen Regionen. Sägen, Schmieden, Suonenwärterhäuser – über 20 verschiedene Tätigkeiten und ihre jeweiligen Gebäude werden hier in Wort und Bild vorgestellt. Zeitzeugen erzählen von damaligen Arbeiten und Lebensweisen.
Der zweite Teil des Buches gilt dem Wandel. Seit dem Bau der napoleonischen Strasse durch das Wallis (nach 1800) haben Eisenbahn, Tourismus, Industrie und Hochkonjunktur das Land und den Alltag der Bevölkerung grundlegend verändert. Welches waren die wichtigen Momente dieses Umbruchs? Was für Eingriffe erfuhren dabei die Bauernhäuser? Was geschieht heute mit Scheunen und Ställen, Speichern und Stadeln? Welches sind die (Hinter)gründe?

Werner Bellwald, Thomas Antonietti (Hrsg.): Vom Ding zum Mensch: Theorie und Praxis volkskundlicher Museumsarbeit

Vom Ding zum Mensch: Theorie und Praxis volkskundlicher Museumsarbeit
Cover: Vom Ding zum Mensch: Theorie und Praxis volkskundlicher Museumsarbeit

Werner Bellwald, Thomas Antonietti (Hrsg.): Vom Ding zum Mensch: Theorie und Praxis volkskundlicher Museumsarbeit. Das Beispiel Wallis. Baden 2002. CHF 48.00,  EUR 38.00 | ISBN 978-3-906419-41-1

Mit Objekten verbinden sich Kenntnisse und Gefühle, Erfahrungen und Erinnerungen, Denkweisen und Arbeitstechniken. Ein Gegenstand ist immer auch ein Stück Geschichte einer Gruppe oder eines einzelnen Menschen. Diese vielschichtigen Bedeutungsebenen der Dinge zu erschliessen und zu entschlüsseln, ist Ziel dieser Publikation. Sie fragt nach dem Umgang mit Objekten in kulturhistorischen Sammlungen. Dies tut sie auf exemplarische Weise, indem sie den Fokus auf eine Region richtet: den grossen schweizerischen Alpenkanton Wallis.

Silvia Conzett, Anna Lenz: Bergdorf Hinterrhein. Erlebt, erinnert, erzählt.

Bergdorf Hinterrhein. Erlebt, erinnert, erzählt
Cover: Bergdorf Hinterrhein. Erlebt, erinnert, erzählt

Silvia Conzett, Anna Lenz: Bergdorf Hinterrhein. Erlebt, erinnert, erzählt. Baden 2005. CHF 48.-, EUR 32.80 | ISBN 978-3-03919-001-0
Im Paket mit DVD: Röösli, Lisa: Hinterrhein - Umbruch im Bergdorf. Baden 2005. CHF 68.00, EUR 44.80 | ISBN 978-3-03919-003-4

Die Bündner Gemeinde Hinterrhein steht exemplarisch für alpine Bergdörfer mit traditioneller Berglandwirtschaft, wenig Gewerbe und kaum entwickelten Tourismus. Doch die Zeit ist auch in Hinterrhein nicht stehen geblieben. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft, die Abwanderung, der Bau der Nationalstrasse und der Panzerwaffenplatz haben das Dorf stark verändert. Das Buch dokumentiert den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Wandel – anhand von Augenzeugenberichten und historischen Bildern, die neuen Fotografien gegenübergestellt werden.

Nicole Fretz: Zum Verhältnis von Raum und Integration. Eine empirische Untersuchung in Basel.

Zum Verhältnis von Raum und Integration. Eine empirische Untersuchung in Basel
Cover: Zum Verhältnis von Raum und Integration. Eine empirische Untersuchung in Basel

Nicole Fretz: Zum Verhältnis von Raum und Integration. Eine empirische Untersuchung in Basel. Basel 2011. CHF 20.00, EUR 15.00 | ISBN 978-3906129-69-3

Die vorliegende Arbeit legt den Schwerpunkt auf das Verhältnis von Raum und Integration. Wie bringt die Dimension des Raums konkrete Phänomene der (Des-)Integration hervor oder wie trägt sie zu diesen bei? Hat Raum überhaupt einen Einfluss auf soziale Prozesse der Ein- und Ausgrenzung? Wenn ja, in welcher Beziehung stehen Raum und Integration? Wie ergeben sich Mechanismen und Prozesse der Ein- und Ausgrenzung über die Struktur, Wahrnehmung und/oder Nutzung von Raum? Die Autorin untersucht diese Fragen durch Beobachtung und Befragungen in zwei Basler Stadtvierteln. Ihre Erhebungen zeigen, wie Integration und Raum in vielfältiger und komplexer Weise miteinander verflochten sind.

Henning Freund: Blockbau in Bewegung. Ökonomiegebäude als Bedeutungsträger alpiner Sachkultur. Eine Mikroanalyse am Beispiel der Gemeinde Ferden/Lötschental (Schweiz).

Blockbau in Bewegung. Ökonomiegebäude als Bedeutungsträger alpiner Sachkultur. Eine Mikroanalyse am Beispiel der Gemeinde Ferden/Lötschental (Schweiz)
Cover: Blockbau in Bewegung. Ökonomiegebäude als Bedeutungsträger alpiner Sachkultur. Eine Mikroanalyse am Beispiel der Gemeinde Ferden/Lötschental (Schweiz).

Henning Freund: Blockbau in Bewegung. Ökonomiegebäude als Bedeutungsträger alpiner Sachkultur. Eine Mikroanalyse am Beispiel der Gemeinde Ferden/Lötschental (Schweiz). Münster 2007 (Internationale Hochschulschriften, Bd. 482). CHF 64.90, EUR 39.90 | ISBN 978-3-8309-1767-0

Diese Arbeit untersucht den Bedeutungswandel von landwirtschaftlichen Nutzbauten in der Gemeinde Ferden im Lötschental mit Fokus auf die Perspektive der Einheimischen. Ein Jahr teilnehmende Beobachtung lässt Menschen, Mentalitäten und sozioökonomische Schichtungen in diesem Bergdorf sichtbar werden. Der innovative Ansatz ist dabei die Kombination von historischer Hausforschung mit neuerer volkskundlicher Sachkulturforschung. Die Ergebnisse münden in ein Zukunftsszenario für die zahlreichen Ökonomiegebäude in Ferden. Damit sind die erarbeiteten Parameter und das methodische Handwerkszeug übertragbar auf die Problemlage von mehreren hunderttausend Ökonomiegebäuden im gesamten Alpenraum.

Walter Leimgruber (Hrsg.): Olga Frey. Grossstadtluft und Meereslust. Eine Reise nach Berlin und an die Ostsee um 1900.

Grossstadtluft und Meereslust. Eine Reise nach Berlin und an die Ostsee um 1900
Cover: Grossstadtluft und Meereslust. Eine Reise nach Berlin und an die Ostsee um 1900

Walter Leimgruber (Hrsg.): Olga Frey. Grossstadtluft und Meereslust. Eine Reise nach Berlin und an die Ostsee um 1900. Zürich 1997. CHF 32.00 | ISBN 3-85791-303-7

Ende August 1900 reisen Olga und Othmar Frey aus dem kleinstädtischen Aarau nach Berlin. Sie gelangen in eine sich rasant entwickelnde rossstadt, die zum wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt des Deutschen Reiches wird. Eine anschliessende Badereise – es ist die Zeit des einsetzenden Massentourismus – führt die beiden zum mondänen Ferienort Heringsdort an der Ostsee.
Aus der Schilderung der Autorin spricht die Faszination eines biederen Schweizer Ehepaars für das imperiale Berlin, den Glanz und den Pont der Weltstadt. Daneben zeichnet Olga Frey ein anschauliches Bild des Badelebens.
Der Text – von Olga Frey in Form eines Albums verfasst – belegt die enge Verbindung zwischen dem deutschschweizerischen Bürgertum und dem kaiserlichen Deutschland. Er gewährt spannende Einblicke in die bürgerliche Kultur der Jahrhundertwende.

Walter Leimgruber, Claudia Kaufmann: Was Akten bewirken können. Integrations- und Ausschlussprozesse eines Verwaltungsvorgangs.

Was Akten bewirken können. Integrations- und Ausschlussprozesse eines Verwaltungsvorgangs. Ce que des dossiers peuvent provoquer. Processus d’intégration et d’exclusion d’un acte administratif
Cover: Was Akten bewirken können. Integrations- und Ausschlussprozesse eines Verwaltungsvorgangs. Ce que des dossiers peuvent provoquer. Processus d’intégration et d’exclusion d’un acte administratif.

Walter Leimgruber, Claudia Kaufmann: Was Akten bewirken können. Integrations- und Ausschlussprozesse eines Verwaltungsvorgangs. Ce que des dossiers peuvent provoquer. Processus d’intégration et d’exclusion d’un acte administratif. (Nationales Forschungsprogramm „Integration und Ausschluss“ des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung). Zürich 2008. CHF 28.00, EUR 18.50 |  ISBN 978-3-03777-059-7

Jede Gesellschaft ist gekennzeichnet von Prozessen der Integration und der Ausgrenzung. Die Unterscheidung, wer zur Gesellschaft und zu einer bestimmten Gruppe gehört und wer nicht, ist grundlegend für das gesellschaftliche Selbstverständnis. Das Nationale Forschungsprogramm „Integration und Ausschluss“ stellte für die Schweiz die Frage nach Entstehung, Durchsetzung und Aufrechterhaltung von Integrations- und Ausschlussmechanismen und beantwortete sie exemplarisch für mehrere gesellschaftliche Bereiche. In diesem Band gehen Fachleute aus verschiedenen Bereichen wie Archivwesen, Staatsrecht, Medizin und Geschichte auf die Frage der Integrations- und Ausschlussprozesse durch Aktenführung ein. In praktisch allen Bereichen der Verwaltung und der Gesellschaft werden Akten angelegt und genutzt. Damit sind immer auch vielfältige Wirkungen auf die darin erfassten und davon betroffenen Personen verbunden. Bisher wurde der Frage nach den Folgen und insbesondere nach den damit verbundenen Integrations- und Ausschlussprozessen kaum nachgegangen. Forschende des NFP 51 präsentieren ihre Resultate aus unterschiedlichen Perspektiven und in historischen wie gegenwartsbezogenen Kontexten.

Konrad J. Kuhn: Entwicklungspolitische Solidarität. Die Dritte-Welt-Bewegung in der Schweiz zwischen Kritik und Politik (1975-1992)

Entwicklungspolitische Solidarität. Die Dritte-Welt-Bewegung in der Schweiz zwischen Kritik und Politik (1975-1992)
Cover: Entwicklungspolitische Solidarität. Die Dritte-Welt-Bewegung in der Schweiz zwischen Kritik und Politik (1975-1992).

Konrad J. Kuhn: Entwicklungspolitische Solidarität. Die Dritte-Welt-Bewegung in der Schweiz zwischen Kritik und Politik (1975-1992), Zürich 2011. CHF 58.00, EUR 47.50 | ISBN 978-3-0340-1090-0

Seit den 1970er-Jahren engagierten sich zahlreiche Menschen in der Schweiz für die sogenannte Dritte Welt. Im Zentrum des Buches steht das entwicklungspolitische Argument, dass weniger die Entwicklungshilfe ausgebaut, sondern vielmehr die wirtschaftlichen Beziehungen und Ausbeutungsverhältnisse verändert werden müssten. Die Dritte-Welt-Bewegung in der Schweiz thematisierte Welthunger, Fluchtgeld und Finanzplatz Schweiz, internationale Verschuldung, multilaterale Kooperation, Entwicklungshilfebudgets ebenso kritisch wie pionierhaft.
Der Autor zeigt, wie der Solidaritätsbegriff im „verlorenen Jahrzehnt“ der 1980er-Jahre und die Dritte-Welt-Bewegung zerfielen, dabei aber neue Formen von politischem Engagement entstehen liessen. Die Studie basiert auf Archivquellen entwicklungspolitischer Organisationen, schweizerischer Hilfswerke und politischer Gruppen und leistet einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte über Entwicklungspolitik, zur Rolle zivilgesellschaftlicher Bewegungen und zum Verständnis der jüngsten schweizerischen Zeitgeschichte.

Walter Leimgruber, Werner Fischer: „Goldene Jahre“. Zur Geschichte der Schweiz seit 1945. Zürich 1999.

„Goldene Jahre“. Zur Geschichte der Schweiz seit 1945. Zürich 1999
Cover: „Goldene Jahre“. Zur Geschichte der Schweiz seit 1945. Zürich 1999

Walter Leimgruber, Werner Fischer: „Goldene Jahre“. Zur Geschichte der Schweiz seit 1945. Zürich 1999.  CHF 34.00, EUR 19.50 | ISBN 978-3-905313-16-1

Ist die Schweiz in den letzten fünfzig Jahren eine radikal andere geworden, wie es manchen erscheint, oder ist vieles stabil, sogar immobil geblieben, wie andere beklagen? Während sich das innenpolitische System relativ wenig geändert hat, sind um uns herum neue Staatensysteme und internationale Organisationen entstanden, und die wirtschaftliche Verflechtung hat ein globales Ausmass erreicht. Die Auseinandersetzung mit der Welt, auch mit den Fremden, die zu uns kommen, gehört zu den Grundthemen dieser Epoche. Zunehmender Wohlstand und Konsum haben zu einem neuen Verhältnis von Arbeit und Freizeit geführt. Neue Einstellungen zu Bereichen wie Sexualität, Ehe, Familie und Partnerschaft, aber auch demographische Verschiebungen innerhalb der Gesellschaft verändern die sozialen Strukturen. Die Menschen sind in einem bisher unbekannten Ausmass mobil geworden, Nähe und Distanz werden heute in ganz anderen Dimensionen erfahren als vor fünfzig Jahren. In einer zunehmend von elektronischen Medien geprägten Welt entwickeln sich neue Kultur- und Kommunikationsformen. Der vorliegende Band, der auf einer im Sommer 1998 von der Volkshochschule Zürich veranstalteten Vortragsreihe basiert, bietet anhand von acht Themenbereichen spannende Einblicke in die Geschichte der Schweiz seit 1945.

Walter Leimgruber, Alfred Messerli und Karoline Oehme (Hrsg.): Ewigi Liäbi. Singen bleibt populär. Tagung „Populäre Lieder. Kulturwissenschaftliche Perspektiven“, 5.-6. Oktober 2007 in Basel.

Ewigi Liäbi. Singen bleibt populär. Tagung „Populäre Lieder. Kulturwissenschaftliche Perspektiven“, 5.-6. Oktober 2007 in Basel
Cover: Ewigi Liäbi. Singen bleibt populär. Tagung „Populäre Lieder. Kulturwissenschaftliche Perspektiven“, 5.-6. Oktober 2007 in Basel.

Walter Leimgruber, Alfred Messerli und Karoline Oehme (Hrsg.): Ewigi Liäbi. Singen bleibt populär. Tagung „Populäre Lieder. Kulturwissenschaftliche Perspektiven“, 5.-6. Oktober 2007 in Basel. Basel 2008 (culture. Schweizer Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 2). CHF 49.00, EUR 29.90 | ISBN 978-3-908122-85-2

Ewigi Liäbi verspricht man sich nicht gleich bei der Begrüssung. Wenn der Band dennoch mit dieser Wendung eröffnet wird, dann deshalb, weil Ewigi Liäbi nicht nur für das zentrale Thema populärer Lieder steht, sondern auch, weil damit beispielhaft verschiedene Aspekte populären Singens der Gegenwart beleuchtet werden.

Doch was kann „populär“ unter den Umständen heutiger Gesellschaft, Medien und kultureller Angebote überhaupt bedeuten? AutorInnen verschiedener Fachrichtungen präsentieren aktuelle Ansätze zur populären Vokalkultur und eröffnen neue Perspektiven auf eine subjekt- und medienorientierte Lied- und Singforschung.

Patricia Lysaght, Christine Burckhardt-Seebass (Hrsg.): Changing tastes. Food culture and the processes of industrialization.

Changing tastes. Food culture and the processes of industrialization. Proceedings of the 14th Conference of the International Commission for Ethnological Food Research
Changing tastes. Food culture and the processes of industrialization. Proceedings of the 14th Conference of the International Commission for Ethnological Food Research

Patricia Lysaght, Christine Burckhardt-Seebass (Hrsg.): Changing tastes. Food culture and the processes of industrialization. Proceedings of the 14th Conference of the International Commission for Ethnological Food Research, Basel and Vevey, Switzerland, 30 September - 6 October 2002. Basel 2004. CHF 49.90, EUR 32.00 | ISBN 978-3-908122-84-5


Dieser Band enthält Beiträge zur 14. Konferenz der 2002 im schweizerischen Basel und Vevey veranstalteten Internationalen Kommission für ethnologische Nahrungsforschung über das Thema „Geschmacksveränderungen: Nahrungskultur und der Prozess der Industrialisierung“. Zweck der Konferenz war es, den Einfluss der Industrialisierung von Nahrung auf Alltagsleben und Mentalität in Vergangenheit und Gegenwart zu untersuchen.

Jacques Picard: Gebrochene Zeit. Jüdische Paare im Exil.

Gebrochene Zeit. Jüdische Paare im Exil.
Cover: Gebrochene Zeit. Jüdische Paare im Exil.

Jacques Picard: 
Gebrochene Zeit. Jüdische Paare im Exil.
Zürich 2009. CHF 39.90, EUR 19.95 | ISBN 978-3-250-10517-6

Die in Interviews und aus Archivalien erhobenen Wege von vier Paaren zeigen, wie Menschen nach einer Zeit der Flucht und Verfolgung erneut Zuversicht und Kraft gewinnen konnten und bemerkenswerte Dinge schufen - in der Kunst, durch Erfindungen, als Wissenschaft oder durch soziales Engagement. Ihre Ideen, Gegenstände und Handlungen schlagen sich als Spuren in Biografien nieder, die in und durch die Schweiz, wo sie sich kennen lernten, führen und danach weiter in zahlreiche Länder und Kontinente als Orte ihres Wirkens.

Lisa Röösli, Marius Risi: Lebensbilder - Bilderwandel. Zwei ethnographische Filmprojekte im Alpenraum. Mit einer Einleitung von Walter Leimgruber.

Lebensbilder - Bilderwandel. Zwei ethnographische Filmprojekte im Alpenraum
Cover: Lebensbilder - Bilderwandel. Zwei ethnographische Filmprojekte im Alpenraum.

Lisa Röösli, Marius Risi: Lebensbilder - Bilderwandel. Zwei ethnographische Filmprojekte im Alpenraum. Mit einer Einleitung von Walter Leimgruber. Basel 2010 (culture. Schweizer Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 3). (mit 2 DVDs) CHF 69.00, EUR 44.00 | ISBN 978-3-908122-86-9

Marius Risi und Lisa Röösli drehten in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zwei ethnografische Filme. Der eine nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durchs Oberwallis, der andere verweilt in Hinterrhein, einer kleinen Berggemeinde im Kanton Graubünden. Beide erzählen vom Alltagsleben in den Alpen und vom Wind der Veränderung, der durch die – scheinbar doch so stabilen – Täler zieht.

Miriam Rorato: Leben im Problemquartier. Zwangs- und Möglichkeitsräume.

Leben im Problemquartier. Zwangs- und Möglichkeitsräume.
Cover: Leben im Problemquartier. Zwangs- und Möglichkeitsräume.

Miriam Rorato: Leben im Problemquartier. Zwangs- und Möglichkeitsräume. Basel 2011 (culture. Schweizer Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 5). CHF 38.00, EUR 29.90 | ISBN 978-3-908122-89-0

Das Leben in sogenannten Problemquartieren stand in den letzten Jahren immer wieder im öffentlichen Fokus. Dementsprechend zahlreich sind die Medienberichte und statistischen Beschreibungen. Thema dieser Publikation ist der biographische Sinn von Lebensraum: In den Blick genommen werden die Lebensgeschichten von Bewohnerinnen und Bewohnern eines benachteiligten Quartiers und deren komplexes Wechselspiel mit den räumlichen Strukturen.

Franziska Schürch, Sabine Eggmann, Marius Risi (Hrsg.): Vereintes Wissen - Die Volkskunde und ihre gesellschaftliche Verankerung.

Vereintes Wissen - Die Volkskunde und ihre gesellschaftliche Verankerung. Ein Buch zum 100. Geburtstag der Sektion Basel der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde
Cover: Vereintes Wissen - Die Volkskunde und ihre gesellschaftliche Verankerung. Ein Buch zum 100. Geburtstag der Sektion Basel der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde.

Franziska Schürch, Sabine Eggmann, Marius Risi (Hrsg.): Vereintes Wissen - Die Volkskunde und ihre gesellschaftliche Verankerung. Ein Buch zum 100. Geburtstag der Sektion Basel der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde. Basel 2010 (culture. Schweizer Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 4). CHF 39.00, EUR 29.90 | ISBN 978-3-908122-88-3

In der Zeit um 1900 zählte der Einbezug von Laienforschern zu den spezifischen Merkmalen der – damals noch jungen – Disziplin Volkskunde. Akademiker riefen in Zeitungsannoncen breite Bevölkerungskreise dazu auf, sich in den Dienst der volkskundlichen Materialsammlung zu stellen. Die Kooperation zwischen Wissenschaft und „Volk“ wurde in neu gegründeten, privatrechtlichen Vereinigungen organisiert.

Für den Austausch und die Vermittlung von ethnografischem Wissen spielten nebst der landesweit operierenden Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde (SGV) auch deren regionale Sektionen eine wichtige Rolle. Jene in Basel ist mit Gründungsjahr 1910 die älteste. An ihrer hundertjährigen Geschichte lassen sich nicht nur die inhaltlichen Entwicklungen im Fach, sondern ganz generell die Bedeutung des Vereinswesens für die Positionierung von Wissenschaft im gesellschaftlichen Raum ablesen.

Franziska Schürch: Landschaft, Senn und Kuh. Die Entdeckung der Appenzeller Volkskunst.

Landschaft, Senn und Kuh. Die Entdeckung der Appenzeller Volkskunst
Cover: Landschaft, Senn und Kuh. Die Entdeckung der Appenzeller Volkskunst.

Franziska Schürch: Landschaft, Senn und Kuh. Die Entdeckung der Appenzeller Volkskunst. Basel 2008 (culture. Schweizer Beiträge zur Kulturwissenschaft, Bd. 1). CHF 49.00, EUR 29.90 | ISBN 978-3-908122-45-6

Von der Kuriosität über das ethnographische Objekt zum Kunstgegenstand: Die Appenzeller Volkskunst hatte in den letzten hundert Jahren eine wechselvolle Biographie. Seit ihrer Entdeckung sind die vielfältigen Objekte in eine spannende und beziehungsreiche Geschichte eingewoben, in der bürgerliche Sammler, Volkskundler und Museumsleute, appenzellische Künstler und Sennen eine Rolle spielen. Wie in Sammlungen vielfältiges Wissen generiert wird, lässt sich an dieser Objektgeschichte beispielhaft nachvollziehen.

Alltagszeiten der Kinder : die Zeitpraxis von Kindern im Kontext generationaler Ordnungen.

Alltagszeiten der Kinder : die Zeitpraxis von Kindern im Kontext generationaler Ordnungen
Cover: Alltagszeiten der Kinder : die Zeitpraxis von Kindern im Kontext generationaler Ordnungen.

Laura Wehr: Alltagszeiten der Kinder : die Zeitpraxis von Kindern im Kontext generationaler Ordnungen. Weinheim 2009. EUR 26.00 | ISBN 978-3-7799-1548-5

Die zunehmende zeitliche Verdichtung respektive die situative Ereignislosigkeit des modernen Kinderalltags ist ein wichtiges Thema im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs. Der vorliegende Band liefert einen Gegenentwurf zu den kulturkritischen Diskursen der Erwachsenen, indem er vom Akteursparadigma der neueren Kindheitsforschung ausgeht und die Perspektiven der Kinder in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt.

Am Beispiel einer Schulklasse wird gezeigt, wie Kinder in unterschiedlichen Bereichen des Alltags mit der Zeit umgehen und wie sich diese alltägliche Zeitpraxis zu ihrer sozialen Position im Generationengefüge verhält.
Die Autorin fragt zunächst danach, wie die Jungen und Mädchen ihre Alltagszeit wahrnehmen und bewerten; dann zeichnet sie nach, was die Elf- bis Dreizehnjährigen in respektive mit ihrer Zeit machen und inwiefern ihre Zeiten einen Gegenstand intergenerationeller Aushandlungsprozesse darstellen; abschliessend untersucht sie, wie Kinder im Alltag mit zeitlichen Grenzziehungen umgehen.

Inhaltlich, theoretisch und methodisch verortet sich die Studie an der Schnittstelle von ethnographischer Kindheitsforschung und kulturwissenschaftlicher Zeitforschung. Dabei verfolgt sie einen multilokalen, multimethodischen und multiperspektivischen Ansatz.

Zeichen zeigen. Glauben in der Innerschweiz. Katalog zur Ausstellung im Nidwaldner Museum, Stans.

Zeichen zeigen. Glauben in der Innerschweiz. Katalog zur Ausstellung im Nidwaldner Museum, Stans
Cover: Zeichen zeigen. Glauben in der Innerschweiz. Katalog zur Ausstellung im Nidwaldner Museum, Stans.

Zeichen zeigen. Glauben in der Innerschweiz. Katalog zur Ausstellung im Nidwaldner Museum, Stans. Konzept: Werner Bellwald, Walter Leimgruber, Marius Risi. Hg. vom Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel und vom Nidwaldner Museum Stans. Stans 2007.

Die Ausstellung führte in die materielle und sinnliche Welt des persönlichen Glaubens ein. Die Dinge und Zeichen populärer Frömmigkeit waren lange prägende Elemente des kulturellen Schaffens. Sie stehen für eine alltäglich gelebte Religiosität, für die Frömmigkeit der Menschen, nicht für die offizielle Doktrin von Kirchen oder die Normen von Institutionen.

Marius Risi: Im Lauf der Zeiten. Oberwalliser Lebenswelten. [DVD].

Im Lauf der Zeiten. Oberwalliser Lebenswelten.
DVD-Cover: Im Lauf der Zeiten. Oberwalliser Lebenswelten.

Marius Risi: Im Lauf der Zeiten. Oberwalliser Lebenswelten. [DVD]. Baden 2006. CHF 29.80, EUR 19.80 | ISBN 978-3-03919-028-7

Die Oberwalliser leben heutzutage vom Lebensstil her kaum anders als Leute in der Region Bern oder Zürich. Dies ist die Folge eines grossen kulturellen und sozialen Wandels, der insbesondere in den letzten 40 Jahren stattgefunden hat. „Im Lauf der Zeiten“ geht der Frage nach, wie die heute hier lebenden Menschen diese Veränderungen sehen und interpretieren.

Lisa Röösli: Hinterrhein - Umbruch im Bergdorf. [DVD].

Hinterrhein - Umbruch im Bergdorf
DVD-Cover: Hinterrhein - Umbruch im Bergdorf.

Lisa Röösli: Hinterrhein - Umbruch im Bergdorf. [DVD]. Baden 2005. CHF 29.80, EUR 19.80 | ISBN 978-3-03919-002-7.


Im Paket mit Buch: Conzett, Silvia, Anna Lenz: Bergdorf Hinterrhein. Erlebt, erinnert, erzählt. [Buch + DVD von Lisa Röösli]. Baden 2005. CHF 68.-, EUR 44.80 | ISBN 978-3-03919-003-4